Zulagen für Gesundheitsberufe: Leistung endlich anerkennen

PRESSEMITTEILUNG vom 07. April 2020

Zulagen für Gesundheitsberufe und Pflege: Leistung endlich anerkennen

Nicht erst seit der Corona-Pandemie leisten Pfleger*innen und andere Menschen in sozialen und gesundheitlichen Berufen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Gesellschaft und der Gesundheit einer jeden einzelnen Person. Anerkennung für diese Leistung hingegen ist nicht ausreichend vorhanden. Die Arbeitsbedingungen sind häufig schlecht, viele sind unterbezahlt. Ver.di und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) haben sich gestern auf eine Einmalzahlung in Höhe von 1500 Euro für Pflegekräfte in der ambulanten und dauerhaft stationären Pflege geeinigt.

Nelson Janßen, Vorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Pflegekräfte und andere soziale und gesundheitliche Berufsgruppen müssen in der Coronakrise noch mehr leisten als ohnehin schon. Daher ist es angebracht, dass wir die derzeit besondere Leistung anerkennen wollen. Sinnvoll wäre, eine monatliche Zulage in Höhe von 500 Euro für die Dauer der Pandemie zu zahlen. Diese Zulage ergibt sich nicht bloß aus den allgemeinen Herausforderungen, die diese Berufe mit sich bringen, sondern den in der Krise hinzugekommenen und dem gestiegenen Risiko.

Die Bürgerschaft hat erst in ihrer letzten Sitzung beschlossen, dass sie sich für eine angemessene Zulage einsetzen wird. Grundsätzlich kann das aber auch nur der Anfang der Debatte sein, in der wir uns endlich darauf einigen, diese nun allseits als systemrelevant anerkannten Berufe mit einem guten Lohn zu versehen. Die Menschen brauchen eine langfristige und sichere Perspektive mit einem guten Tariflohn und guten Arbeitsbedingungen. Nur so können wir ein Gesundheitssystem gestalten, welches sich am Wohl aller Beteiligten orientiert.“

 

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