Solidarität zum Welt-AIDS-Tag

PRESSEMITTEILUNG vom 01. Dezember 2020

LINKE: Solidarität zum Welt-AIDS-Tag!

Noch immer infizieren sich Millionen Menschen weltweit jedes Jahr mit dem HI-Virus. Im vergangenen Jahr lebten nach Angaben der AIDS-Organisation der Vereinten Nationen 38 Millionen Menschen mit dem Virus. Nicht einmal die Hälfte der Betroffenen wurde mit HIV-Medikamenten versorgt, darunter waren 850.000 Kinder. Insgesamt 690.000 Infizierte sind 2019 an den Folgen von AIDS gestorben.

In Deutschland leben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) insgesamt 90.700 Menschen mit dem HI-Virus, doch 10.800 wissen nichts davon. In Bremen leben nach RKI-Angaben 1.600 Menschen mit einer Infektion. Das Virus wird am häufigsten beim ungeschützten Geschlechtsverkehr weitergegeben. Besonders groß ist das Infektionsrisiko, wenn Menschen beim Drogenkonsum gemeinsam Spritzen benutzen.

Betroffene müssen nicht zwangsläufig an AIDS erkranken, weil das Virus dank verschiedener Medikamente wirksam in Schach gehalten werden kann. „Mit HIV kann man dank Behandlung gut und lange leben“, heißt es auf der Internetseite der AIDS-Hilfe.

Nelson Janßen, gesundheitspolitischer Sprecher und Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, kommentiert anlässlich des Welt-AIDS-Tags: „Um das HI-Virus in Bremen künftig besser zu bekämpfen, wollen wir die Gelder der AIDS-Hilfe aufstocken. Außerdem müssen wir Drogenkonsument*innen besser vor HIV-Infektionen schützen.“

Maja Tegeler, queerpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, ruft zur Solidarität mit Betroffenen auf: „Noch heute werden Menschen mit HIV am Arbeitsplatz oder beim Arztbesuch diskriminiert. Dagegen müssen wir weiterhin entschieden vorgehen und das Melden von diskriminierendem Verhalten erleichtern und betroffene Bremer*innen mit Beratungsangeboten unterstützen. Zudem lehnen wir die direkte Verbindung von queeren sexuellen Orientierungen mit dem HI-Virus ab. Wir müssen Menschen entstigmatisieren: sowohl vom HI-Virus Betroffene als auch queere Menschen.“

 

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