ÖPNV in Haushaltsverhandlungen stärken – Fahrpreise günstiger gestalten

PRESSEMITTEILUNG vom 12. November 2019

ÖPNV in kommenden Haushaltsverhandlungen stärken

Gestern teilte der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) mit, dass zum Jahreswechsel die Fahrpreise durchschnittlich um 1,6 Prozent erhöht werden. Von dieser Erhöhung ausgenommen sind das Kinder-Einzel-Ticket, das Kurzstreckenticket in Bremen, das Einzelticket in Bremerhaven und das Stadtticket (Sozialticket für Sozialleistungsempfänger*innen). Des Weiteren wird der Nachtlinienzuschlag abgeschafft und die Zugangsbeschränkungen für das Jobticket werden abgesenkt.

Nelson Janßen, Vorsitzender und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kommentiert die Tarifanpassungen des VBN: „Es ärgert mich, dass es nicht mehr gelungen ist, in die laufenden Tarifanpassungen für das kommende Jahr einzugreifen und ein Preismoratorium festzusetzen. Immerhin ist es gelungen, den Nachtzuschlag abzuschaffen, den Zugang zum Jobticket auch für Beschäftigte kleinerer Unternehmen zu ermöglichen und insbesondere die Einzeltickets für Kinder und das Sozialticket im Preis stabil zu halten.

Für die kommenden Haushaltsverhandlungen muss allerdings klar sein, dass wir mehr Geld für die Finanzierung des ÖPNV bereitstellen müssen. Im Bundesdurchschnitt übernimmt die öffentliche Hand ca. die Hälfte der anfallenden Kosten. In Bremen wird bislang ca. ein Drittel daraus finanziert – da ist noch ordentlich Luft nach oben. Alle drei Koalitionsparteien sind sich einig, dass wir den ÖPNV stärken und als ersten Schritt die Nutzung für Menschen mit wenig Geld und Kindern kostengünstiger gestalten müssen. Der ÖPNV muss Mobilität für alle gewährleisten und ist ein elementarer Baustein für die Verkehrswende.“

 

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