Najade-Gelder besser für Museumssanierung verwenden

PRESSEMITTEILUNG vom 18. August 2022

Linksfraktion: Najade-Gelder besser für Museumssanierung verwenden!

Der Bundesrechnungshof kritisiert den geplanten Neubau der Najade scharf und fordert den Stopp der Maßnahme. Das geht aus aktuellen Presseberichten hervor. Nachdem im Hafen des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) im August 2019 die Seute Deern gesunken ist und unrettbar zerstört wurde, kam aus Bremerhaven der Vorstoß, ein neues Schiff zu bauen. Für diesen Neubau hat der Bund 46 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit ein dem historischen Vorbild Najade nachempfundener Stahldreimaster gebaut werden kann. Erste Planungsschritte für diesen Bau wurden in diesem Jahr eingeleitet. Nun hat sich aber der Bundesrechnungshof mit einem Gutachten eingeschaltet.

Nelson Janßen, Bremerhavener Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Bremischen Bürgerschaft, teilt die Kritik des Bundesrechnungshofes: „Das Projekt war von Anfang an unausgegoren. Ob ein Nachbau überhaupt ausreichend kulturhistorische Bedeutung hat, wurde nie ernsthaft diskutiert. Die Folgekosten für den Betrieb sind weder seriös abgeschätzt noch deren Finanzierung geklärt. Außerdem soll das Schiff in einer historisch anmutenden Hafenwelt präsentiert werden. Diese Hafenwelt ist aber weder Gegenstand des Antrags in Berlin, also nicht finanziert, noch liegt für diese ein ausgearbeitetes Konzept vor. Der Bericht des Bundesrechnungshofs macht es deutlich – wir müssen uns von einem Luftschloss verabschieden.“

Magistrat, Senat und die Bremer Bundestagsabgeordneten sollten jetzt das Gutachten zum Anlass nehmen, um in Berlin über eine anderweitige Verwendung der bewilligten Mittel zu verhandeln, sagt Janßen: „Sowohl Schiffe und Gelände des Museumshafens als auch ein weiteres Gebäude des DSM sind dringend sanierungsbedürftig. Die abgeschätzten Kosten für den Hafen können bisher vom Land Bremen und der Stadt Bremerhaven nicht in voller Höhe aufgebracht werden. Auch bei der Sanierung des Scharoun-Baus muss die Finanzierung noch geklärt werden. Die 46 Millionen Euro aus Berlin könnten wesentlich zum Erhalt des bisherigen Museums beitragen.“

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