LINKE unterstützt Forderungen Medizinischer Fachangestellter

PRESSEMITTEILUNG vom 08. Dezember 2020

LINKE unterstützt Forderungen Medizinischer Fachangestellter

Der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) geht am Dienstag erneut in die Tarifverhandlungen für Medizinische Fachangestellte (MFA) im ambulanten Gesundheitswesen. Es ist die zweite Verhandlungsrunde mit der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA), nachdem die erste Anfang November ergebnislos zu Ende ging. Der Verband fordert weiterhin eine Gehaltserhöhung von 150 Euro in der ersten Stufe. Außerdem sollen alle MFA als systemrelevant eingestuft werden und – wie Beschäftigte im Öffentlichen Dienst auch – einen Corona-Sonderbonus bekommen. Die Gehälter von medizinischen Fachangestellten in privaten Praxen sollen an die Gehälter ihrer Kolleg*innen, die in öffentlichen Krankenhäusern arbeiten, angeglichen werden.

Bundesweit sind nach VmF-Angaben mehr als 600.000 MFA und zahnmedizinische Fachangestellte im ambulanten Gesundheitsweisen tätig, in Bremen sind es Schätzungen der Ärztekammer zufolge um die 1.000 Arzthelfer*innen. Für einen Großteil der MFA in Deutschland gilt laut VmF der 2019 abgeschlossene Tarifvertrag, der am 31. Dezember ausläuft.

Nelson Janßen, gesundheitspolitischer Sprecher und Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, unterstützt die Forderungen des MFA-Verbands: „Wer zum Arzt* oder zur Ärztin* geht, trifft zuerst auf sie: Medizinische Fachangestellte sind in der Regel die erste Anlaufstelle für Patient*innen. Sie sind auch die Ersten, die etwa in Arztpraxen Menschen nahekommen, welche womöglich mit dem Coronavirus infiziert sind. Viele MFA testen täglich Patient*innen auf eine Covid-19-Infektion. Bei all diesen Tätigkeiten sind sie dem Virus so stark ausgesetzt wie nur wenige. Allein für dieses Risiko, das sie beruflich seit Beginn der Pandemie eingehen, haben MFA einen Corona-Bonus verdient. Diese finanzielle Anerkennung müssen wir ihnen als Gesellschaft zuteilwerden lassen. Wir als Linksfraktion wollen uns dafür im Bund einsetzen.

Darüber hinaus müssen wir als Gesellschaft gemeinsam dafür sorgen, dass der Beruf für Auszubildende attraktiv bleibt und hoffentlich sogar noch attraktiver wird. Dafür muss sich bei der Anerkennung des Berufsbildes etwas ändern, ebenso bei der Bezahlung. Wir hoffen, dass die Tarifparteien dafür in der zweiten Verhandlungsrunde den Grundstein legen können.“

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