Solidarität mit den Streikenden der GDL!

PRESSEMITTEILUNG vom 11. August 2021

LINKE: Solidarität mit den Streikenden der GDL!

An diesem Mittwoch hat ein Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begonnen. In Bremen und bundesweit fallen deshalb zahlreiche Züge aus. Die GDL fordert höhere Löhne für Lokführer*innen, eine Corona-Prämie für 2021 und eine verkürzte Laufzeit des Tarifvertrags. Zudem lehnt sie eine Nullrunde im laufenden Jahr sowie geplante Einsparungen der Bahn bei den Betriebsrenten der Zugführer*innen ab.

Nelson Janßen, Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, kommentiert: „Wir wünschen der GDL viel Erfolg in den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Die Forderungen der Gewerkschaft sind nachvollziehbar und angebracht. Die Lokführer*innen haben auch in der Pandemie tolle Arbeit geleistet. Außerdem muss ihr Beruf gerade angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise und der notwendigen Mobilitätswende attraktiver werden. Denn Nachwuchs zu gewinnen ist schon jetzt sehr schwierig, schließlich ist der Job hart. Auch an Wochenenden, Feiertagen sowie zu Nachtzeiten müssen und wollen viele Berufstätige und Reisende Zug fahren.“

Janßen weiter: „Ein Streik kommt nie zur günstigen Zeit für Dritte. Er ist in der Regel mit Unannehmlichkeiten für andere verbunden und kann selbstverständlich auch in die Urlaubssaison fallen, wenn in den Verhandlungen vorher keine Einigung erzielt werden konnte.

Es ist erstaunlich, wie leichtfertig viele Beobachter*innen die Forderungen der Lokführer*innen als überzogen oder egoistisch abtun. Schließlich haben die Streikenden während der Pandemie den Bahnverkehr am Laufen gehalten. Und dass sie trotz Krise keine Nullrunde hinnehmen wollen, ist nachvollziehbar angesichts hoher Bonuszahlungen, die der Bahnkonzern auch in diesem Jahr etwa an Vorstände seiner Tochtergesellschaften verteilt.“

Janßen abschließend: „Ganz grundsätzlich gilt für uns, dass das Streikrecht eine zentrale Errungenschaft der Arbeiter*innenbewegung ist und nicht leichtfertig im Diskurs als „unbequem“ oder „egoistisch“ abgetan werden darf. Es ist ein zentraler Eckpfeiler von Arbeitskämpfen und leider oft genug der einzige Weg, die eigenen Arbeitsbedingungen zu verbessern oder gegen Verschlechterungen vorzugehen.“

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