Ticketpreise im ÖPNV

20. Juni 2018 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zur Großen Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Entwicklung der Ticketpreise im öffentlichen Personennahverkehr und Perspektiven für eine klimaverträgliche Mobilität für alle“ vom 06. März 2018 (zum Anfrage-Dokument)

sowie zum

Dringlichkeitsantrag der Fraktion DIE LINKE „Keine weiteren Ticketpreiserhöhungen – Preismoratorium für den ÖPNV und Schienennahverkehr“ vom 19. Juni 2018 (zum Dringlichkeitsantrag)

  • Der Preis für ein Einzelticket in Bremen liegt mittlerweile bei 2,80 Euro und damit so hoch wie in nur wenigen anderen Regionen Deutschlands. Auch das Monatsticket für Sozialleistungsbeziehende ist mit 38,90 Euro viel teurer als die im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehenen Ausgaben; in Bremerhaven gibt es gar kein Sozialticket.
  • Der öffentliche Zuschuss zum ÖPNV hat zuletzt bei 50 Mio. Euro jährlich stagniert, während sich die Preise immer weiter nach oben entwickelt haben. Die Senatsantwort besagt, dass eine Erhöhung dieses steuerlichen Finanzierungsanteils um 22 Mio. Euro erforderlich ist, um die Höhe des Bundesdurchschnitts zu erreichen. Deutlich größer fällt der staatliche Zuschuss zum Pkw-Verkehr aus.
  • Würde der Senat tatsächlich das eben genannte Mehr von 22 Mio. Euro für den ÖPNV ausgeben, ließe sich nicht nur ein Jahresticket für 365 Euro umsetzen, sondern ein Stadtticket sich auch gemäß dem Regelsatz auf 25 Euro begrenzen und ein Einzelfahrschein sich auf 2,50 Euro senken.
  • Wir brauchen den ÖPNV, um Mobilität für alle zu gewährleisten, die  ökologische Verkehrswende zu gestalten, für attraktive und lebenswerte Innenstädte und auch, um als Bremen der Entwicklung voranzugehen.
  • Da wir uns in einer Spirale steigender Tarife befinden, haben wir ergänzend zu unserer Anfrage einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, weitere Erhöhungen der Ticketpreise – welche vor allem arme Menschen betreffen – aufzuhalten und als Sofortmaßnahme ein Preismoratorium zu beschließen.

 

Video Rede ÖPNV-Ticketpreise 20.06.2018

 

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

 

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