Sozialindikatoren schärfen

08. November 2018 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Antrag „Soziale Ungleichheiten besser erkennen und entgegensteuern – Sozialindex schärfen und fortentwickeln“ der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD vom 23.10.2018 zum Antrag

Aufforderung an den Senat zur Untersuchung kleinteiliger Raumeinheiten im „Monitoring Soziale Stadtentwicklung“ und zur Prüfung bisher genutzter und möglicher neuer Kennzahlen

Debattiert wird ein Antrag der rot-grünen Koalition mit dem Ziel, das System der Sozialindikatoren noch einmal zu ändern, zu schärfen und auf kleinräumigere Gebiete zu beziehen.

Sozialindikatoren – statistische Informationen über die soziale Lage in den Stadtteilen – bilden die Grundlage für die Entscheidung über WiN-Projekte, aber auch, um z. B. Mittel im Kita- und Schulbereich zur Verfügung zu stellen, so dass man der spezifischen sozialen Lage gerecht werden kann.

  • Derzeit sind die Gebiete zu groß gefasst, so dass es nicht möglich ist, einzelnen Teilen des Quartiers Mittel gezielter zuzuweisen und die Probleme vor Ort konkret anzugehen.
  • Es reicht jedoch nicht, die Gebiete kleinräumiger zu gestalten, man braucht auch eine kontinuierliche Begleitung und Angleichung der Zahlen, um eine erhöhte Mittelzuweisung umzusetzen und eine gezielte Steuerung zu erreichen. Das ist nicht möglich, wenn zum Beispiel im Kita-Bereich die Zahlen von 2010 verwendet werden.
  • Mittlerweile existieren von vielen Stellen Daten über die Sozialindikatoren in den Stadtteilen. Wir haben im Laufe der Legislaturperiode an vielen Stellen festgestellt, dass es Handlungsbedarf gibt. Hauptsächlich haben wir ein Umsetzungsproblem, kein Erkenntnisproblem. Eine verbesserte Datengrundlage ist wünschenswert, aber nur, um dann auch entschlossen Mittel für die festgestellten Mängel zur Verfügung zu stellen.

 

zum Video Rede Sozialindikatoren 08.11.18

 

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

 

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