Impfen gegen Masern

27. Februar 2020 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Antrag „Impfen heißt Prävention – Kinder in Bremen und Bremerhaven aktiv vor Masern schützen!“ vom 03.12.2019 der CDU-Fraktion

zum Antragsdokument

Video zur Rede Masernimpfung 27.02.20

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

Wir wissen, dass Masern eine gefährliche Krankheit sein können, bei auftretenden Komplikationen kann es zu Lungen- und Hirnhautentzündungen kommen und zu langfristigen Schäden, die irreparabel sein können.

Außerdem muss gesagt werden, dass Masern vermeidbar sind, weil es einen erprobten Impfstoff gibt und jede und jeder von uns durch eine eigene Impfung und durch die Impfung von Kindern einen Beitrag zur Ausrottung der Masern leisten kann – und wir uns nicht leisten können, einer vermeidbaren Krankheit durch Impfgegner oder durch Faulheit zu einem Revival zu verhelfen.

Mit einer Impfung schützen wir am Ende nicht nur uns selbst und unsere Kinder, sondern wir übernehmen durch Impfung Verantwortung für die Allgemeinheit. Ältere Menschen, chronisch Kranke, Menschen, bei denen es zu Impfversagen kommt, Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können – sie sind besonders gefährdet und darauf angewiesen, dass die Allgemeinheit durch eine hohe Impfquote Verantwortung übernimmt und sie vor einer Infektion schützt.

Aber warum debattieren wir heute noch einmal ein beschlossenes Bundesgesetz? Die CDU hat einen Antrag vorgelegt, in dem sie im Kern den Senat dazu auffordert, geltendes Bundesrecht umzusetzen und auf dem Weg Probleme zu identifizieren und zu lösen. Ich gehe davon aus, dass dieser Senat geltendes Bundesrecht akzeptiert und Wege findet, dieses umzusetzen – dazu hätte es diesen Antrag nicht gebraucht.

Im Antrag wird u. a. noch einmal die Herausforderung der amtsärztlichen Versorgung in Bremen und Bremerhaven benannt. Einmal ganz unbenommen der Masernimpfung haben wir selbstverständlich im öffentlichen Gesundheitsdienst eine große Herausforderung, geeignetes Fachpersonal zu finden, nur an einem liegt es tatsächlich nicht: am politischen Willen, mehr Personal einzustellen. Die große Schwierigkeit im Gesundheitswesen ist doch, dass es an geeignetem Fachpersonal fehlt, und da stellt auch der öffentliche Gesundheitsdienst keine Besonderheit dar.

 

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