Studium und Beruf von Hebammen

24. Februar 2022 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zur Mitteilung des Senats „Gesetz zur Ausführung des Gesetzes über das Studium und den Beruf von Hebammen und der Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (Hebammenausführungsgesetz)“ vom 19. Oktober 2021 zur Senatsmitteilung

dazu

Bericht und Dringlichkeitsantrag des Ausschusses für Wissenschaft, Medien, Datenschutz u. Informationsfreiheit vom 25.01.2022 zum Dokument Bericht und Dringlichkeitsantrag

zum Video Rede Hebammen 24.02.22

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

Die Akademisierung des Hebammenberufes kommt – sie ist bereits in vollem Gange. Damit wird das Ausbildungsniveau dem europäischen Standard angepasst und die Vergleichbarkeit der Ausbildung im europäischen Kontext gestärkt. Dies war immer eine Forderung der Selbstvertretungsstrukturen der Hebammen.

Der Beruf der Hebamme ist herausfordernd, und das gleich in vielfacher Hinsicht:

  • medizinisch, weil keine Geburt genauso abläuft wie die andere
  • weil er auch eine aktive sozial-psychologische Begleitung während, aber auch vor und nach der Geburt darstellt
  • besonders, wenn er selbstständig ausgeführt wird, da nicht nur die finanziellen Rahmenbedingungen herausfordernd sind, sondern auch der Alltag komplex zu organisieren ist – wenn nachts um 3 Uhr für einen Hausbesuch das Handy klingelt und dann vielleicht die Geburt doch noch nicht einsetzt, oder wenn regelmäßige Einsätze an Wochenenden, Feiertagen und zu jeder Tages- und Nachtzeit anstehen

Zugleich wird der Beruf leider nicht entsprechend dieser Komplexität der Ansprüche vergütet. Vielleicht kann das akademische Ausbildungsniveau hier in der Zukunft ja noch einmal eine Aufwertung mit Nachdruck verfolgen und liefern. (mehr …)

Menschen ohne Krankenversicherung

23. Februar 2022 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zur Großen Anfrage der Fraktionen DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD „Menschen ohne Krankenversicherung im Land Bremen“ vom 1. Oktober 2021

zum Anfrage-Dokument

dazu Mitteilung des Senats vom 23. November 2021 zur Senatsmitteilung

zum Video Rede Menschen ohne Krankenversicherung 23.02.22

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

Heute reden wir über Menschen ohne Krankenversicherung, einen Bereich, in dem wir viel mit Dunkelziffern arbeiten, in dem wir vieles nicht wissen und in dem wir noch viel zu tun haben.

Es geht um Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen, Menschen, für die es auch vor Corona immer mal wieder schwierig war, das Geschäft lukrativ zu führen und hohe Krankenkassenbeiträge zu leisten. Durch Schließungen aufgrund von Corona haben sich Schulden angehäuft, bis ein Ausschluss aus der Krankenversicherung nicht mehr zu verhindern war. Es geht um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und in Deutschland keinen gültigen Aufenthaltsstatus erhalten haben.

Und es geht um alleinerziehende Solo-Selbstständige. In schlechten Zeiten werden Rücklagen aufgebraucht, und irgendwann kann dann die für ihr tatsächliches Einkommen eigentlich zu hoch eingeschätzte Krankenversicherung nicht mehr geleistet werden. Auch in einer solchen Situation können Krankenkassen-Schulden angehäuft werden, und die einzige Möglichkeit, in die Versorgung durch eine reguläre Krankenkasse wieder einzusteigen, wäre die Aufgabe der Solo-Selbstständigkeit, die aber lange aufgebaut ist.

Menschen ohne Krankenversicherung haben viele Gesichter, und sie stehen in der Mitte der Gesellschaft, und diese Menschen brauchen unsere Aufmerksamkeit. (mehr …)

Ausbau der Online-Polizeiwache

23. Februar 2022 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Dringlichkeitsantrag „Digitale Angebote der Polizei erweitern – Onlinewache ausbauen!“ der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen vom 20. Januar 2022 zum Dringlichkeitsantrag

zum Video Rede Online-Polizeiwache 23.02.22

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

Auf der Seite der Onlinewache der Polizei Bremen haben wir alle schon heute die Möglichkeit, einige Straftatbestände zur Anzeige zu bringen: Für Fahrraddiebstahl, Sachbeschädigung, Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen und Dokumentendiebstahl kann in einem ersten Schritt online Anzeige erstattet werden. Das ist gut, aber als Koalition wollen wir noch einen Schritt weiter gehen.

Eine Onlinewache ist eine sinnvolle Ergänzung, aber auch kein Ersatz für die Möglichkeit, neben der persönlichen Anzeigeerstattung auf einer Wache auch digital Anzeige zu erstatten. Eine Digitalisierung, auch bei der Anzeige, ist zeitgemäß und senkt auch Hürden für Bürger*innen. Ich muss nicht mehr den Weg zur zentralen Anzeigenaufnahme in einem der Polizeireviere suchen, die im Moment in Vegesack, der Innenstadt und Schwachhausen  möglich ist. Das ist nicht nur für Menschen, die vielleicht in Oslebshausen oder Huchting wohnen, eine Erleichterung, sondern auch für jene Menschen, die in Gehen oder Mobilität eingeschränkt sind. (mehr …)

LINKE Bremen verurteilt russische Aggression gegenüber der Ukraine

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG des Landesvorstands DIE LINKE. Bremen und der Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft vom 22. Februar 2022

LINKE Bremen verurteilt russische Aggression gegenüber der Ukraine und fordert den sofortigen Rückzug der russischen Truppen

Der Landesverband und die Bürgerschaftsfraktion der LINKEN Bremen verurteilen gemeinsam die russische Aggression gegenüber der Ukraine und fordern den sofortigen Rückzug der russischen Truppen.

Nelson Janßen, Fraktionsvorsitzender: „Mit der Anerkennung der Separatistenrepubliken und dem Einmarsch von Truppen über die ukrainische Grenze bricht die russische Regierung das Völkerrecht. Wir verurteilen die russische Aggression auf das Schärfste und fordern, dass sich die russischen Truppen sofort wieder auf russisches Staatsgebiet zurückziehen. Die militärische Unverletzlichkeit der Grenzen souveräner Staaten ist ein Grundpfeiler der europäischen Sicherheitsarchitektur, der von niemandem zur Disposition gestellt werden kann. Unmittelbare Sanktionen sind nun unvermeidbar. Sollte Russland auch über die separatistisch kontrollierten Gebiete hinaus die Invasion fortsetzen, sind neben kurzfristigen Sanktionen auch schärfere Sanktionen notwendig.“ (mehr …)

Aufsuchendes Impfen als Weg zum Erfolg

PRESSEMITTEILUNG vom 10. Februar 2022

LINKE: Aufsuchendes Impfen ist der Weg zum Erfolg!

Prof. Gerhard Trabert, Kandidat für das Bundespräsidentenamt für DIE LINKE, hat heute zusammen mit Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard und Nelson Janßen, Vorsitzender der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft, ein mobiles Impfteam vor der Waterfront in Bremen-Gröpelingen besucht. Der Mediziner und Sozialarbeiter Trabert zeigte sich beeindruckt von der Bremer Impfstrategie: „Das, besonders auch von Frau Bernhard geförderte, aufsuchende Impfkonzept mit Gatekeepern in sozial benachteiligten Stadtteilen, die vor Ort zum Thema Impfen aufklären, ist vorbildlich. Dies bestätigt auch die hohe Impfquote von mehr als 80 Prozent.“ (mehr …)