Krebs als Berufskrankheit bei Feuerwehrleuten anerkennen!

PRESSEMITTEILUNG vom 28. Februar 2020

Krebs als Berufskrankheit bei Feuerwehrleuten anerkennen!

Feuerwehrleute sind einer größeren Gefahr ausgesetzt an Krebs zu erkranken, da sie bei Ausübung ihrer Tätigkeit häufig mit toxischen Rauchgasen in Kontakt kommen. So ergab eine Studie aus Kanada, dass dort 86 Prozent der verstorbenen und noch beruflich aktiven Feuerwehrleute an Krebs starben. Bestimmte Krebsarten treten in dieser Berufsgruppe rund dreimal häufiger auf als in der Gesamtbevölkerung. Die rot-grün-rote Koalition hat nun einen Antrag eingereicht, der fordert, dass bestimmte Krebsarten bei Feuerwehrleuten als Berufskrankheit anerkannt werden und bei Feststellung dieser Krankheiten zunächst immer eine berufliche Ursache vermutet wird. Diese Regelungen müssen auf Bundesebene eingeführt werden.

Nelson Janßen, innenpolitischer Sprecher und Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, begründet den Antrag: „Feuerwehrleute machen einen immens wichtigen Job, der viele Menschen vor Verletzungen bewahrt und Menschenleben rettet. Sie sind dabei aber einem deutlich größeren Risiko ausgesetzt, an Krebs zu erkranken. Dieses Risiko müssen wir deutlich minimieren. (mehr …)

Impfen gegen Masern

27. Februar 2020 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Antrag „Impfen heißt Prävention – Kinder in Bremen und Bremerhaven aktiv vor Masern schützen!“ vom 03.12.2019 der CDU-Fraktion

zum Antragsdokument

Video zur Rede Masernimpfung 27.02.20

(Quelle: youtube.com/Radio Weser.TV)

Wir wissen, dass Masern eine gefährliche Krankheit sein können, bei auftretenden Komplikationen kann es zu Lungen- und Hirnhautentzündungen kommen und zu langfristigen Schäden, die irreparabel sein können.

Außerdem muss gesagt werden, dass Masern vermeidbar sind, weil es einen erprobten Impfstoff gibt und jede und jeder von uns durch eine eigene Impfung und durch die Impfung von Kindern einen Beitrag zur Ausrottung der Masern leisten kann – und wir uns nicht leisten können, einer vermeidbaren Krankheit durch Impfgegner oder durch Faulheit zu einem Revival zu verhelfen.

Mit einer Impfung schützen wir am Ende nicht nur uns selbst und unsere Kinder, sondern wir übernehmen durch Impfung Verantwortung für die Allgemeinheit. Ältere Menschen, chronisch Kranke, Menschen, bei denen es zu Impfversagen kommt, Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können – sie sind besonders gefährdet und darauf angewiesen, dass die Allgemeinheit durch eine hohe Impfquote Verantwortung übernimmt und sie vor einer Infektion schützt. (mehr …)

8. Mai als Gedenktag und Feiertag

27. Februar 2020 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und DIE LINKE „Den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa angemessen würdigen – Gesetz zur staatlichen Anerkennung des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa als Gedenktag“ vom 12.02.2020 zum Antragsdokument

(Aufforderung an den Senat, sich auf Bundesebene für den 8. Mai als bundesweiten Feiertag einzusetzen sowie Einführung eines Gesetzes zur staatlichen Anerkennung des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa als Gedenktag zur Änderung des Gesetzes über die Sonn- und Feiertage)

In diesem Jahr jährt sich der 8. Mai als Tag der Befreiung zum 75. Mal. Wir erreichen jetzt die Schwelle, an der sich die Erinnerung an die nationalsozialistische Herrschaft verändern muss: Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die aus eigener Erfahrung berichten können.

Gleichzeitig wird von rechtsextremer Seite die Gedenkpolitik frontal angegriffen.

Wir wissen, dass wir heute um den 8. Mai als Gedenktag und um den Begriff der Befreiung erneut kämpfen müssen.

Zugleich brauchen wir aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Gedenkkultur. (mehr …)

Gegen Lebensmittelverschwendung: Containern entkriminalisieren

26. Februar 2020 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Antrag der Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE „Lebensmittelverschwendung bekämpfen, Containern entkriminalisieren“ vom 03.12.2019 zum Antragsdokument

sowie zur Neufassung des Antrags von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE vom 19.12.2019 zur Neufassung

Video zur Rede Containern 26.02.20

(Quelle: YouTube.com/Radio Weser.TV)

Mit dem Antrag beabsichtigen wir, der Lebensmittelverschwendung entgegenzutreten, die weltweit immense Dimensionen angenommen hat, und was jetzt mit vielen Zahlen untermauert ist. In Deutschland werden jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, weltweit nach Schätzungen 1,3 Milliarden Tonnen jährlich. Das entspricht in etwa einem Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel, und damit sind wir in einer Größenordnung, die nicht zu begründen ist, auch angesichts der Tatsache, dass weltweit Menschen nach wie vor Hunger leiden.

Ein großer Teil der in Deutschland gekauften Lebensmittel kommt aus dem Ausland. Die Welthungerhilfe sieht auch einen Zusammenhang zwischen dem Hunger auf der Welt und dem großen Anteil an verschwendeten Lebensmitteln, da durch die immer größere Nachfrage nach Lebensmitteln die Anbauflächen knapp werden und in der Konsequenz daraus auch die Preise steigen – und Lebensmittel insbesondere für ärmere Regionen kaum noch bezahlbar sind. Lebensmittelverschwendung ist damit nicht nur ein ökologisches Thema, sondern hat auch einen globalen Aspekt – sie ist eine Gerechtigkeitsfrage, und als solche müssen wir sie auch bezeichnen. (mehr …)

Ungewollte Kinderlosigkeit und Reproduktionsmedizin

26. Februar 2020 Bremische Bürgerschaft (Landtag)

Rede zum Dringlichkeitsantrag „Zugang zu assistierter Reproduktionsmedizin für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch endlich erleichtern!“ der FDP-Fraktion vom 20.02.2020

zum Dringlichkeitsantrag

In Deutschland reden wir im Moment über etwa 6 Mio. Menschen, die ungewollt kinderlos sind, das ist etwas ein Sechstel der Paare zwischen 25 und 69 Jahren. Ungewollte Kinderlosigkeit ist damit kein Nischenproblem, und nicht selten führt sie zu erheblichen Belastungen für die kinderlosen Paare.

Es gibt viele verschiedene Behandlungsmethoden. Die Medizin hat in den letzten Jahren auf diesem Gebiet erhebliche Fortschritte gemacht. Die Behandlungskosten werden bei verheirateten Paaren anteilig und für eine begrenzte Anzahl von Versuchen durch die Krankenkassen übernommen. Bei den Kosten handelt es sich schnell um Beträge, die für einen großen Teil der Gesellschaft nicht zu leisten sind. (mehr …)